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Des Schockwellenreiters Neuköllner Chroniken

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Kunstausstellung im Ernst-Abbe-Gymnasium

Zur Eröffnung der Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign« lud der Kunst-Leistungskurs im 3. Semester des Ernst-Abbe-Gymnasiums am 19.12.2003 ein.

Das Ernst-Abbe-Gymansium (Flash-Alarm!) wurde vor über 100 Jahren in Rixdorf als Kaiser-Friedrich-Realgymnasium gegründet. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war es unter dem bekannten Schulreformer Fritz Karsen ein Zentrum der Reformpädagogik und erhielt den Namen Karl-Marx-Schule. Hier wurde 1930/31 die zusammen mit dem Schülern erstellte Alternativfassung der Brecht-/Weillschen Schuloper »Die Jasager und die Neinsager« aufgeführt. Nach dem Ende der Reformpädagogik durch die Nationalsozialisten und den Wirren der Nachkriegsjahre wurde die Schule 1956 nach dem Unternehmer, Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe benannt.

Ernst-Abbe-Gymnasium Gedenktafel für Fritz Karsen Klassenzimmer Ausgang??

Ernst Karl Abbe (1849 - 1905) war Astronom, Mathematiker, Physiker, Unternehmer und Sozialreformer. Er war mit Carl Zeiss befreundet, führte Forschungsarbeiten (u.a. mit Robert Koch) für ihn durch und wurde später Mitinhaber der Carl-Zeiss-Werke in Jena. Nach dem Tode von Zeiss übernahm er die Leitung des Werkes. 1891 gründete er die Carl-Zeiss-Stiftung, der er sein ganzes Vermögen überschrieb. Abbe entstammte einer Arbeiterfamilie und verwirklichte als Direktor der Zeiss-Werke zahlreiche sozialpolitische Vorstellungen. Er führte den Acht-Stunden-Tag ein, schuf Sozialwerke für die Mitarbeiter und eine Umsatzbeteiligung für alle Beschäftigten.

Ernst-Abbe-Bilder Schülerwitz Ernst Abbe??Ernst Abbe im kreis seiner Jünger

»Der Fachbereich Kunst ist seit vielen Jahren an der Ernst-Abbe-Oberschule ein besonders geschätztes Fach. Davon kann sich jeder Besucher unseres Hauses überzeugen, denn die Treppen und Flure sind mit ständig wechselnden Ausstellungen von Arbeiten aus dem Unterricht geschmückt. Auch Sie können sich hier einen kleinen Eindruck verschaffen. In der Galerie vor dem Zeichensaal finden regelmäßig Vernissagen statt. Ergebnisse aus unserem Kunstunterricht können Sie z.B. auch im Tropenhaus des Berliner Zoologischen Gartens besichtigen, im Foyer der Deutschen Oper und bei Ausstellungen im Technikmuseum. Und wenn Sie die Außenstelle des Landesschulamtes in der Boddinstrße besuchen, werden Sie auch dort regelmäßig wechselnde Präsentationen unserer jungen Künstler sehen. Bei uns wird Kunst auch als Leistungskurs angeboten. Viele Absolventen dieser Kurse haben anschließend an das Abitur die Aufnahmeprüfungen an Kunsthochschulen bestanden und sind erfolgreich in künstlerischen Berufen tätig.«

Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign« Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign« Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign«Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign«
Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign« Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign« Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign«Ausstellung »Stillleben und Stuhldesign«
Das kalte Kunstbuffet Ständchen Vortragende Schüler und......ihr Publikum

Die Künstler: Pauline Witt, Navid Ahmadi, Igor Kommnik, Stanislaw Pawliczek, Monika Hadasch, Bita Baschi, Nurhak Çetoni, Derya Sabanei, Helene Durst.

Aus der Eröffnungsrede: »Sie stehen hier nun vor dem Ergebnis der eineinhalbjährigen Arbeit eines bunt zusammengewürfelteten Haufens der unterschiedlichsten jungen Leute. In unserem Kurs, bestehend aus neun Leuten, vereinen sich sechs Nationen. Dementsprechend wirr wirkten auch die ersten gemeinsamen Unterrichtsstunden — aber unsere Arbeit hat uns zusammengeschweißt.«(Pauline Witt)


Alle Photos: Gabriele Kantel, ein Klick auf die kleinen Bildchen öffnet — wie immer — Vergrößerungen in einem eigenen Fenster. Artikel vom 21.12.2003




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