Die Hufeisensiedlung (Siedlung Britz) entstand von 1925 bis 1933 im Süden Neuköllns nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner. Sie ist eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaues.
Das Hauptgebäude umschließt einen Pfuhl, eine Grundwassersenke und die Zeilenbebauung bildet mehrere hofartige Bereiche, so daß Ähnlichkeiten mit einem Angerdorf bestehen. Da die Zeilenbebauung an das Gelände angepaßt ist und auf die Großform des Hufeisens reagiert, wirkt die Siedlung sehr lebendig.
In sieben Bauabschnitten entstanden von 1925 bis 1933 im Stil des Neuen Bauens 1.072 Wohnungen. Es gibt nur vier verschiedene Grundrißtypen. 472 Wohnungen liegen in – aneinander gereihten – Einfamilienhäusern, 600 liegen in den dreigeschossigen Mietshäusern. Mit Ausnahme des zentralen Hufeisens sind alle Bauten zu Zeilen aufgereiht, jedem Haus ist ein eigener Mietergarten zugeordnet.
Im Juli 2008 wurde die Hufeisensiedlung zusammen mit fünf weiteren »Siedlungen der Berliner Moderne« in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Kategorie: Britz