Rund um den Rollberg

Montag, den 23. Februar 2008

Segregation in der Berliner Bildungspolitik

Der Griff ins Klo

Gymnasium oder Sekundarstufe? Rassentrennung Klassen­trennung in Berlin. Wolfgang Harnischfeger, Chef der GEW-Schulleitervereinigung, plädiert mit seltsamen Argumenten in der Berliner Zeitung für strikte Leistungskriterien: »Es zeigt sich doch schon im Kindergarten, daß Kinder sich an sozialer Herkunft orientieren. An bestimmtem Sprachgebrauch, an Kleidung, an Freizeitgewohnheiten. Kinder aus Neukölln würden sich an einer Schule mit anderer Sozialstruktur nicht wohl fühlen und sich auch nicht integrieren lassen, jeder Wandertag, jedes Schulfest würde das zeigen.« Wenn ich mich recht erinnere, sind das dieselben Argumente, die die Gegner der Desegregation in den USA führten: Die Negerkinder wollen doch sowieso lieber unter sich bleiben. (Berliner Zeitung)

Selbst ein Berliner Gewerkschaftsfunktionär (aber die GEW war ja immer mehr eine Vereinigung von Bürgerkindern, denn eine Gewerkschaft) will also, daß seine »vornehmen« Zehlendorfer Bürgerkinder unter sich bleiben. Für diesen unglaublichen Griff ins Klo verleihe ich Herrn Harnischfeger die entsprechende Schüssel (feinstes Porzellan, weiß, ca. 40 cm, Anfang des 21. Jhdts.). Er hat sie sich redlich verdient.

blog/montag_den_23._februar_2008.txt · Zuletzt geändert: 2011/07/07 16:52 (Externe Bearbeitung)
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