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Neukölln und Kreuzberg gegen Columbia-Quartier. Quelle: Tempelhof für Alle, Photo: Jörg Kantel)
Was nicht einmal der Mauerboykott 1961 und die Reichsbahn der DDR geschafft haben, schafften die neoliberalen Privatisierungsbefürworter in Politik und Deutsche Bahn innerhalb kürzester Zeit: Ab Montag fährt in der Berliner Innenstadt keine S-Bahn mehr. Das traditionsreiche und einmal beste Nahverkehrsmittel der Welt wurde von ihnen totgespart. Die Folgen trägt — wie immer — der kleine Mann, denn die Verantwortlichen dieser »Krise« fahren Dienstwagen.
Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Bahnmanager vorgeht: 2.000 Menschen entlassen, drei von vier Werkstätten schließen, und das alles ohne Rücksicht auf die Sicherheit der Fahrgäste und nur damit man jährlich 86 Millionen an den Mutterkonzern überweist, das kann doch nur schiefgehen, das sieht doch ein Blinder mit dem Krückstock. Und trotzdem reden die Hardliner in den Bahnvorständen schon wieder von 14 % Rendite. Wo soll das denn schon wieder hergespart werden?
Ach ja, der Herr Wowereit soll sich da nicht rausreden. Auch seine Partei hat die Privatisierung der Bahn gewollt (mit so einer volksverarschenden Volksaktie wie bei der Telekom als Alibi), so kurz ist mein Gedächtnis nun doch nicht.
Zur Erinnerung: Das Video zeigt eine Fahrt mit der S-Bahn vom Bahnhof Tempelhof zur Hermannstraße — als der Flughafen noch in Betrieb war und die S-Bahn noch fuhr. Nostalgie pur. (Aufnahme: Gabriele Kantel)
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