Die Legende sagt, daß im Blauen Affen Lehrer aus dem nahen Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee mit ihren Schülern um Zensuren spielten. Das ist freilich lange her. Der 1926 eröffnete Blaue Affe war immer eine von den Kneipen, die man gerne mied. Die heutige Inhaberin, Frau Kölpin, übernahm 1997 von der Witwe des kiezbekannten Automatenkönigs Lorenz die Kneipe. Das Lokal ist in zwei Räume aufgeteilt. Der vordere, der Schankraum, wird von einem Bartresen dominiert, der sich auf ganzer Länge durch den Raum hinzieht. Einzelne ältere Gäste sitzen für sich wie Statisten an Faßtischen und geben der Situation eine surreale Note. Im hinteren Raum ist alles sehr dunkel, um die Situation für die Kneipe etwas aufzuhellen, werden seit zwei Jahren Musikanlässe jeglicher Art für Jung und Alt durchgeführt. Wer gerne im »Blauen Affen« auftreten möchte, meldet sich bei der Chefin, die oft in ihrer zweiten Kneipe, gleich ums Eck, im »Sander Stübel« anzutreffen ist. (Photo: Gabriele Kantel)