Rund um den Rollberg

Des Schockwellenreiters Neuköllner Chroniken

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Porträtcollagen von Sven Erik Ertel

Streichholz trifft Stoffetzen, Ölfarbe trifft zerdrückte Tennisbälle, Straßendreck wird mit Glitzergarn doppelt aufgenäht. Gleich in zwei Neuköllner Cafés stellt der Collagist Sven Erik Ertel seine Porträtcollagen aus.

Gesichter werden eingesponnen mit Regenschirmhüllen, Schubladenknaufe und Brieföffner. Haarnadeln aus Kokosholz oder buntem Glas bilden einen Kokon zusammen mit künstlichem Rasen oder Taschenuhrendeckeln mit eingravierten Pferdeköpfen.

Gesichtscollage von Sven Erik Ertel Gesichtscollage von Sven Erik Ertel Gesichtscollage von Sven Erik Ertel

Photos: Tanja Fuegener

Alles wird zerlegt, zusammengesetzt, wieder geteilt, in Kunstharz gegossen und anschließend mit grauem Zwirn aufgenäht.

Sven Erik Ertel wurde 1964 in Stralsund geboren, wurde in der DDR verhaftet und 1988 in die BRD abgeschoben, begann ein Mathematikstudium, schlug sich als Maurer, Gärtner, Hauskrankenpfleger und Handelsvertreter durch. Seit 1988 arbeitet er an seinen Collagen, die bisher in vielen Ausstellungen in Berlin, Potsdam und Warnemünde zu sehen waren.

Die Ausstellung im Café Rix im Saalbau Neukölln dauert noch bis zum 25. September 2003, die Ausstellung im Café Xenzi ist noch bis Ende Oktober zu sehen.

Café Rix, Photo: Gabriele Kantel, 15.09.2003 Café Xenzi, Photo: Gabriele Kantel, 15.09.2003

Photos: Gabriele Kantel

Sven Erik Ertel fertigt Gesichtscollagen auch auf Wunsch hin an, Preis nach Absprache. Benötigt wird nur ein etwa handtellergroßes Photo. Kontakt über die Redaktion.

Wie immer öffnet ein Klick auf die kleinen Photos eine Vergrößerung in einem neuen Fenster.




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