Rund um den Rollberg

Des Schockwellenreiters Neuköllner Chroniken

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Daily Link Icon Freitag, den 31. August 2007
Der Hund (an sich) als Sündenbock

Die Bibel berichtet (3. Buch Moses, Kapitel 16) über den jüdischen Ritus, einem Bock durch Handauflegen alle Sünden zu übertragen und ihn dann in die Wüste zu schicken. Und schon wird alles wieder gut. In Neukölln hat diese Funktion der Hund (an sich) übernommen. So berichten zum Beispiel (PDF Icon, 2,9 MB, Seite 7) die Schüler der evangelischen Schule Neukölln: »Zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2006 sprachen die SchülerInnen und LehrerInnen der Klassen 2a und 2b der Evangelischen Schule Neukölln (ESN) über ihren Schulweg. Sie erzählten von einigen Gewalterfahrungen (»Abziehen« und Bedrohungen durch Jugendliche, Androhung von Schlägen, Beleidigungen usw.) und fanden, daß es auf dem Bürgersteig vor der Schule oft »so dreckig« sei. Tatsächlich wird dort vor dem langen Zaun, vor allem über Nacht, sehr oft Müll abgeladen: kaputte Elektrogeräte, alte Möbel, zerstörte Schränke oder Regale oder muffige Kleidersäcke. [...] So entstand die Idee, daß wir doch etwas unternehmen sollten, um die Schulumgebung schöner zu gestalten. Auf dem Bürgersteig wachsen fünf Linden. Wir entschieden uns für die Bepflanzung der Baumscheiben, also dem Bereich rund um die Baumstämme.«

A picture named zebukackt.jpg

Das Photo beweist es: Wenn der Hund doch nicht immer so viel Müll scheißen würde, wäre Neukölln schon viel schöner...

Jetzt vermodern und vertrocknen (Schulferien!) dort ein paar mickrige Pflanzen, geschmückt mit Schildern »Kein Hundeklo« und alles wird gut. Es gibt kein Abzocken mehr, keine Gewalt, keinen Müll, keine Bedrohungen und Beleidigungen, keine Arbeitslosigkeit und keine Armut. Der Hund als Sündenbock hat seine Schuldigkeit getan, der Hund kann gehen...

Die Erfahrungen sind so gut, daß jetzt auch im Quartiersmanagement Reuterstraße eine großangelegte Aktion gegen Hundekot gestartet wird. Herr, scheiß Hirn vom Himmel...

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Daily Link Icon Donnerstag, den 30. August 2007
Tempelhofer Freiheit

Was wird aus dem Flughafen Tempelhof? Bis zum 5. Oktober könnt Ihr Euch für die zweite Phase der Online Ideen-Börse des Berliner Senats anmelden. Bisher sind bereits über 900 Vorschläge für die Nachnutzung dort eingegangen.

Rosinenbomber im Landeanflug

Diese WikipediaLogo Douglas DC 3 beim Landeanflug auf den WikipediaLogo Flughafen Tempelhof ist einer der letzten noch flugfähigen WikipediaLogo Rosinenbomber aus der Zeit der WikipediaLogo Berliner Luftbrücke und wird heute für Rundflüge über Berlin genutzt. [Photo: Gabi]

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Daily Link Icon Mittwoch, den 29. August 2007
Atelierbesuch bei Hans Wallner, Mainzer Straße in Neukölln

Der 1940 in Österreich geborene Künstler Hans Wallner lebt seit vier Jahren in Neukölln. Er wurde von 1955 bis 1960 an der Grazer Kunstgewerbeschule zum Gold- und Silberschmied ausgebildet und hat sich nach Abschluß des Studiums auch anderen Medien gewidmet und sich so zu einem vielseitigen Künstler weiterentwickelt. Er hatte bis dahin in vielen Ländern gearbeitet und auch an diversen Orten von München über Landshut und Berlin nach London, Wien, Graz, Linz, Stratford, Bath und anderen seine Arbeiten in Einzel- und Gemeinschafts- ausstellungen vorgestellt.

Homestory Hans Wallner Homestory Hans Wallner Homestory Hans Wallner
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Die Vielseitigkeit seiner Arbeiten und Materialien sind beachtlich, bemerkenswert sind seine Aschebilder, seine Email- und Metallarbeiten, seine Keramiken und seine Lichtobjekte. Sein eigenwilliger und unangepaßter Stil paßt zu unserem Stadtteil und ist eine echte Bereicherung für die Neuköllner Kulturszene.

Hier geht es zur Photostrecke (10 Bilder), ein Klick auf eines der obigen Bildchen öffnet eine Vergrößerung in einem neuen Fenster.[Photos: Gabriele Kantel]

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Daily Link Icon Dienstag, den 28. August 2007
Ein »Drill Camp« für Hartz-IV-Empfänger?

Das Jobcenter Neukölln schickt junge Arbeitslose zum Training nach Brandenburg. Dort sollen sich Hartz-IV-Empfänger an ein geregeltes Berufsleben gewöhnen. Ein »Drill-Camp« nach amerikanischen Vorbildern will das Lager aber nicht sein. [Tagesspiegel]

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Neuköllner Kultur wird kaputtgespart

Kultur wird Privatsache - Saalbau wird verpachtet: Der Bezirk trennt sich von einer der schönsten Spielstätten, die es in Berlin gibt: Der 130 Jahre alte Saalbau Neukölln in der Karl-Marx-Straße 141 soll an einen privaten Betreiber verpachtet werden. Das Bezirksamt will seine Einrichtungen für Kultur und Freizeit in einen »kaufmännisch arbeitenden Kultur- und Freizeitbetrieb« einbinden, der »effizient und kostengünstig arbeitet«.

Saalbau Neukölln

Als Grund für diese Maßnahmen nennt der Stadtrat die Sparauflagen des Senats. Neukölln fehlen im Vergleich zum Haushaltsjahr 2006 22 Millionen Euro, allein neun Millionen Euro muß der Bezirk in den kommenden zwei Jahren sparen. Etwa die Hälfte dieser Summe kommt aus dem Bereich Kultur und Sport. Der Bücherbus wurde abgeschafft, das Museum Neukölln gibt seine Räume in der Ganghoferstraße auf und zieht in die Galerie im Körnerpark. Auf das Ferienzeltlager Kladow verzichtet der Bezirk ebenso wie auf das Schullandheim am Wannsee. [Berliner Zeitung, Photo: Gabi]

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Daily Link Icon Sonntag, den 26. August 2007
Das Sonntags-Video

In der Sendung Brennpunkt aktuell wird das neue Stadtteilentwicklungskonzept »Neukölln auto-mobil« debattiert...

und viermal schaltet Moderatorin Stefanie Stug-Baller live zu Reporter Jakob K.

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Daily Link Icon Freitag, den 24. August 2007
Castingshow in Neukölln

Für das erste Kiez-Kunst-Festival in der Boddinstraße, das am 8. September stattfindet, werden noch Talente gesucht. Das Casting findet morgen, am 25. August ab 19:00 Uhr im Sandmann (Reuterstraße, Ecke Erlanger Straße) statt.

Ich glotz TV (auf der Weserstraße)

Interessierte Musiker und Gruppen können sich entweder unter casting@sasarbasar.de anmelden oder auch einfach spontan vorbeikommen. Die ausgewählten Teilnehmer treten beim Abschlußkonzert des Kiezfestes auf.

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Daily Link Icon Dienstag, den 21. August 2007
Praktisch denken, Särge schenken

Dieser praktische Kombi (man braucht die Leiche nicht im Kofferraum zu verstecken) steht seit ein paar Tagen in der Mainzer Straße herum.

'Praktisch denken, Särge schenken' von kantel 'Leichenwagen außer Dienst' von kantel

Daher stimmt auch der Aufkleber »Ich komm aus Kreuzberg, du Muschi« nicht, die Mainzer Straße liegt in Neukölln. Angeber! Grins

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Daily Link Icon Sonntag, den 19. August 2007
Neue Stadtführungen in Neukölln

Heute starteten Cornelia Hüge und Urslua Bach eine neue Führungsreihe in Neukölln. Dieses Mal führen sie im Auftrag der Betroffenenvertretung des Sanierungsgebiets Wederstraße durch Neubritz - das Viertel, das durch den Autobahntunnel unter dem Carl-Weder-Park bekannt wurde.

[Neubritz - im Fokus von Reformideen und sozialen Initiativen] (mit Ursula Bach): In Neubritz - entstanden ab 1870 als Handwerkersiedlung - spiegeln sich eine Reihe von Reformversuchen und Aktivitäten sozialer Initiativen: Von den bodenreformerischen Ideen des Gründers der Siedlung Carl Weder über die Hausbesetzerbewegung der 80er Jahre bis zu den jüngsten Projekten wie Kulturbunker und Schulgarten.

Treffpunkt: Bürgerstraße Ecke Priesterweg, am Sonntag 16. September und 14. Oktober 2007 jeweils um 15:00 Uhr; bitte anmelden unter: 611 96 11

Farbenfrohes Neukölln

[In der Mitte ein Park über der Autobahn - Architektur und Nutzungswandel im Sanierungsgebiet Wederstraße] (mit Cornelia Hüge): Gründerzeitliche Handwerkergehöfte der Carl-Weder-Siedlung und Bürgerhäuser, die Zürich-Grundschule in neuem Glanz sowie Stadthausvisionen: Der Stadtspaziergang mit Innenbesichtigungen führt zu Gebäuden und Arealen, die in faszinierend räumlicher dichte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Viertels an der Wederstraße spiegeln.

Treffpunkt: Rungiusstraße Ecke Bürgerstraße, am Samstag, den 25. August und am Sonntag den 30. September 2007, jeweils um 14:00 Uhr: bitte anmelden unter: 822 36 55

Die ca 2 bis 2 1/2-stündigen Führungen sind kostenlos, eine Spende für den Schulgarten Rungiusstraße ist jedoch willkommen.

»Wohnsitz Neukölln« im Carl-Weder-Park

Für diejenigen, die Ursula Bachs Führung »Soziale Aufbrüche im Körnerpark-Viertel, Engagement und Widerstand« noch nicht kennen - sie findet letztmalig in diesem Jahr am 26. August 2007 um 15:00 Uhr statt. Treffpunkt: Jonasstraße Ecke Rübelandstraße. Auch diese Führung ist kostenlos, bitte anmelden unter: 611 96 11 [Photos: Gabriele und Jörg Kantel]

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Daily Link Icon Freitag, den 10. August 2007
Hier steppt der Hund

Aus unserer beliebten Reihe »Angesagte Neuköllner Locations«:

A picture named Promenaden-Eck.jpg

Das Promenadeneck an der Schillerpromenade. [Link und Photo: Gabi]

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Daily Link Icon Mittwoch, den 8. August 2007
Abenteuer Neukölln

Damit sich der brave Fernsehzuschauer wieder über Neukölln gruseln kann: Dreharbeiten am Sasarsteig (Icon Icon Icon). Mehr darüber beim Hund.

Dreharbeiten am Sasarsteig

Der Sasarsteig ist auch der heutige »Google des Tages«.

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