Rund um den Rollberg

Des Schockwellenreiters Neuköllner Chroniken

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Daily Link Icon Donnerstag, den 12. Juli 2007
Noch eine Mall zur Rettung der Karl-Marx-Straße?

Aus Kaufhaus wird Shoppingcenter: Das ehemalige Hertie-Kaufhaus an der Ecke Karl-Marx-Straße und Rollbergstraße in Neukölln hat einen Käufer gefunden. Erworben hat das Gebäude der Düsseldorfer Projektentwickler Centrum GmbH mit dem Ziel, daraus ein neues Einkaufszentrum zu machen.

Vor knapp sechs Wochen hat der Berliner Senat beschlossen, vorbereitende Untersuchungen zur Festlegung eines Sanierungsgebietes Karl-Marx- Straße durchzuführen. Geprüft wird, inwieweit die Geschäftsstraße zum Sanierungsgebiet erklärt werden kann. Das Gebiet reicht vom Hermannplatz bis zum S-Bahnhof Neukölln. Auch das ehemalige Gelände der Kindl-Brauerei, wo derzeit Peter Steins Inszenierung von Schillers »Wallenstein« aufgeführt wird, gehört zum eventuellen Sanierungsgebiet. [Tagesspiegel]

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Summer Time

Eine Ausstellung zur Reisezeit im kunstraum t27: Ein Sommer ohne Sommerloch? Der kunstraum t27 gibt Lücken der Langeweile keine Chance und nutzt stattdessen die Ferienzeit für eine Ausstellung zum Thema Urlaub. Drei Künstler stellen Arbeiten aus, die mit den schönen und weniger schönen Aspekten des Reisens und »Fremdseins« spielen. Irritationen sind dabei vorprogrammiert und erwünscht!

Sarah Schastok präsentiert als work in progress ihre raumbezogene Arbeit »Tout le chagrin finira bientôt«. Ob alles Leid tatsächlich bald ein Ende findet, darüber kann sich der Besucher ein eigenes Urteil verschaffen.

Sandra Haselsteiner arbeitet vorwiegend als Zeichnerin und Illustratorin. Die ausgestellten Arbeiten sind inspiriert von Abbildungen aus Reiseprospekten. Die Architektur südlicher Bettenburgen gewinnt hier eine erschreckende Eigendynamik, die nicht ohne Einfluß auf die Urlaubsuchenden bleibt.

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Der aus Estland stammende Ivar Kaasik präsentiert großformatige Gemälde, die eine irritierende Grundstimmung haben. Personen, Verkehrsmittel und Tiere werden in eine Landschaft eingebunden, ohne eine rechte Beziehung zueinander aufzunehmen.

Die Vernissage ist am Freitag, den 20. Juli 2007 um 19:30 Uhr, die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr. Ort: kunstraum t27, Thomasstraße 27, 12053 Berlin

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Neukölln: Sparen bis der Arzt kommt

Zu teuer: Museum Neukölln zieht um: Nach vier Jahrzehnten gibt der Bezirk seinen Museumsstandort in der Ganghoferstraße auf. Das gesamte Inventar des Neukölln Museums sowie das Archiv werden in den Körnerpark verlegt. Dort soll das Heimatmuseum künftig in der Galerie und in leer stehenden Räumen der früheren Gartenarbeitsschule Ausstellungen zeigen und für Besucher zugänglich sein. Dem Bezirk fehlen im Vergleich zum Haushaltsjahr 2006 etwa 22 Millionen Euro, allein acht Millionen Euro muß Neukölln in den kommenden zwei Jahren einsparen. Deshalb wird der Bezirk auch das Schullandheim Sandwerder in Zehlendorf verkaufen und das Ferienzeltlager in Kladow. Weitere Dienstleistungen im Bezirk werden privatisiert, zum Beispiel Hausmeister- und Reinigungsdienste. Auch kommunale Bürogebäude stehen zum Verkauf. [Berliner Zeitung]

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Daily Link Icon Dienstag, den 10. Juli 2007
Der Rest vom Sasarsteig

Gestern wurde die Planung für den Sasarsteig vorgestellt. Die evangelische Schule in der Mainzer Straße soll rund ein Drittel des Flurstücks erhalten, das sie einzäunen will, der Rest ist öffentliches Straßenland, auf dem keine Spielgeräte aufgestellt werden dürfen.

Planung

Der überwiegende Teil wird also (ungepflegte?) Rasenfläche (vulgo Müllkippe), ein Fahrradständer ist auch noch vorgesehen und für die Hundebesitzer sollen Tütenspender aufgestellt werden. So ungefähr haben wir uns public-private-partnership vorgestellt. Das Filetstück wird privatisiert und die Kinder stehen vor einem Zaun. Aber dafür bekommen wir ja formschöne und praktische Tütenspender. Wenn das kein Deal ist... [Anwohnerinitiative Flughafenkiez]

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Was wird aus dem Flughafen Tempelhof?

Rosinenbomber über der Hermannstraße, denn der Himmel über Neukölln steckt doch immer voller Überraschungen.

Rosinenbomber

Was wird aus dem Flughafen Tempelhof? Der Flugbetrieb in Berlin-Tempelhof soll im Oktober 2008 eingestellt werden. Wie soll das große, innenstadtnahe Gelände genutzt werden? Was sind die besten Ideen dafür? Was ist realistisch und was ist finanzierbar? Auf dieser Internetseite können Sie die Diskussion verfolgen und Ihre Meinung einbringen. [Photo: Gabriele Kantel]

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Die Karmanoiacrew präsentiert: Zwischen Brot und Säge

»Sehen Sie in Ihrer Kaffeetasse auch immer die kleinen toten Kakaopflücker-Kinder? Ist Ihr ICH auch ein Parasit? Und fragen sie sich manchmal, wann die Erde endlich platzt? Schnappen sie sich einen sicheren Platz und erleben sie emotionsgeladenes Entertainment über den Untergang der Erde, freuen sie sich auf schon lang nicht mehr da gewesene Spezialeffekte und hausgemachte gema-freie Musik.« In Karmanoia's Gaya in der Mainzer Str. 5 in Berlin-Neukölln am Freitag, den 13. Juli und am Sonntag den 14. Juli, jeweils um 21:00 Uhr (danach Sommerpause). Der Eintritt kostet 5 Euren.

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Daily Link Icon Dienstag, den 3. Juli 2007
Weil Du arm bist...

mußt Du früher sterben: Immer mehr Berliner erkranken an Krebs. Bei den unter 65-jährigen ist die Krankheit mittlerweile die Todesursache Nummer eins. Dies geht aus dem ersten Berliner Krebsatlas hervor, den die Gesundheitssenatorin WikipediaLogo Katrin Lompscher (Linkspartei) gestern vorstellte. Der Krebsatlas zeigt auch, daß in jenen Stadtgebieten, die sozial schwach sind, besonders viele Menschen an Krebs erkranken. Innenstadt-Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln verzeichnen die meisten Neuerkrankungen. Lompscher betonte deshalb, wie wichtig die Einführung der Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings sei. Feinstaub sei auch krebserregend, die Belastung müsse verringert werden.

Kinder auf den Rollberg

Vom frühen Krebstod bedroht: Kinder auf dem Rollberg. [Photo: Gabi]

Insbesondere Krebsarten, die durch Tabakkonsum verursacht werden, kommen in sozial schwachen Kiezen häufiger vor. Im Neuköllner Rollbergviertel beispielsweise erkranken 81 Prozent mehr Bewohner als im Berliner Durchschnitt an Lungen-, Kehlkopf-, Mund-, Rachen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Harnblasenkrebs. [Berliner Zeitung]

Dazu paßt: Kapitalismus senkt männliche Lebenserwartung: Laut einer Studie der Universität von Michigan ist die Lebenserwartung der Männer in Osteuropa in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um sechs Jahre gesunken. [Süddeutsche.de]

Denn auch in Ostdeutschland ist die Rate hoch: In Berlin erkranken und sterben weniger Männer an Krebs als im Durchschnitt aller ostdeutschen Länder. [Noch einmal die Berliner Zeitung]

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Rückblick: 48 Stunden Neukölln 2007

Schön war's mal wieder. Ob über den Dächern...

'IMG_0122' von kantel

oder an den Kanälen. Überall gab es interessante Aktionen und Performances.

'IMG_0028' von kantel

Mehr Bilder und Videos gibt es hier. [Photos: Gabriele Kantel]

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Daily Link Icon Montag, den 2. Juli 2007
Informationsveranstaltung zur Umgestaltung des Sasarsteiges

... am Montag, den 9. Juli 2007 um 19:00 Uhr, im Kunstraum der Evangelischen Schule Neukölln, Mainzer Straße 47.

Sasarbasar

Liebe Kiezbewohner, schauen Sie sich die Planung zur Umgestaltung des Sasarsteiges an! Sagen Sie Ihre Meinung - es ist wichtig - ansonsten wird die Planung durchgeführt!

Weitere Infos gibt es hier. [Photo: Gabriele Kantel]

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