Rund um den Rollberg

Des Schockwellenreiters Neuköllner Chroniken

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Daily Link Icon Montag, den 28. März 2005
Osterspaziergang durch Britz

Während der Hund und ich mich über Ostern auf einem Agility-Seminar herumgetrieben haben, hat Gabi zusammen mit ihrer Freundin Petra einen Osterspaziergang durch den Neuköllner Ortsteil Britz unternommen und wie immer viele schöne Photos mitgebracht.

Die Britzer Mühle

Der historische Bau der Britzer Mühle am Buckower Damm 130 am Rande des heutigen Britzer Gartens, wurde 1865 als zwölfeckige Galerie-Holländer-Windmühle (20 m Höhe) durch den Müllermeister Johann W. G. Dörfer errichtet. Nach längerem Stillstand nahm 1987 der holländische Müller Piet Leeuw im Auftrag der BUGA-Gesellschaft den Betrieb wieder auf. Seitdem wird die Mühle auch zu Ausbildungszwecken zukünftiger Hobby-Windmüller genutzt. Die Ausbildung zum Müllerhandwerk dauert zwei Jahre.

Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005

Heute ist die Grün Berlin Park GmbH für die Britzer Mühle verantwortlich. Sie bietet in Kooperation mit dem Müllerverein von März bis November Führungen an. Diese finden immer donnerstags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 16 Uhr statt. Die neuesten Attraktionen sind Back-Kurse oder »Vermehlungen« — standesamtliche Trauungen in der Britzer Mühle.

Eine Seite zur Geschichte der Britzer Mühle.

Der Britzer Garten

Der Britzer Garten wurde am 26. April 1985 als »Bundesgartenschau Berlin 1985« eröffnet und feiert daher in diesem Jahr sein 20. Jubiläum. Der im Süden des Bezirks Neukölln liegende Erholungspark ist 90 Hektar groß. Um einen künstlich angelegten, 8 Hektar großen See sind drei 56, 60 und 63 Meter die Umgebung überragende Hügel gruppiert. In die Parklandschaft eingeordnet liegen thematisch gestaltete Gärten, wie zum Beispiel den Rosengarten, und eine Große Sonnenuhr. Über den See führt die sogenannte Rhizomatische Brücke. Das als Erdarchitektur gestaltete Café am See am Eingang Mohriner Allee zählt zu den architektonischen Besonderheiten. Am Rande des Parks steht die zur Bundesgartenschau restaurierte, oben erwähnte Britzer Windmühle. Von Frühjahr bis Herbst verkehrt im Park die Britzer Museumsbahn. Und das Freilandlabor Britz besteht seit 1987 und hat das Ziel, Umweltbildung zu fördern und Öffentlichkeitsarbeit für den Natur- und Umweltschutz in Berlin zu leisten.

Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005
Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005
Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005
Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005

Das Gelände der Bundesgartenschau 1985 ist heute eine der attraktivsten Erholungsanlagen Berlins. Es war die erste große Parkanlage, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der damals noch geteilten Stadt entstand.

Natürlich lockt der Park auch viele Photographen an.

Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005

Auf dem Weg vom Britzer Garten zum Gutshof Britz kommt man an den Sendeanlagen des Deutschlandradios vorbei, die auf dem Gelände einer ehemaligen Baumschule stehen. Seit 1946 sendete von hier aus mit großen und starken Antennen (160 und 144 Meter hoch) der RIAS Berlin (RIAS: Rundfunk im amerikanischen Sektor) in das Gebiet der späteren DDR. Er war ein wichtiges Propagandainstrument im kalten Krieg. Nach der Wende wurde die Sendeanlage vom Deutschlandfunk übernommen.

Das Britzer Baumblütenfest

Das Britzer Baumblütenfest findet seit 1954 am Gutspark Britz statt. Es ist ein klassischer Berliner Straßenrummel, wie ihn der Neuköllner so liebt, mit Auto-Scooter, Schießbuden und Markständen. Und im Festzelt kann man das erste Frühlingsbier bei wechselndem Musikprogramm genießen.

Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005 Britz im März 2005, Photo: Gabriele Kantel, 25.03.2005

Und wer nun neugierig geworden ist, kann hier etwas über die Geschichte von Alt-Britz erfahren.

Und Britzer Garten ist auch der »Google des Ostermontags«.

[Alle Photos: Gabi. Ein Klick auf die Thumbs öffnet Vergrößerungen in einem neuen Fenster.]

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Daily Link Icon Donnerstag, den 24. März 2005
Neuköllner Müllbeseitigung

Bürostuhl, Photo: HCL

Ich-AG gescheitert? [Photo: HCL per Email.]

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Daily Link Icon Dienstag, den 22. März 2005
Auf der Suche nach dem Frühling

Ein Photo, das den Frühling in Berlin ahnen läßt: Das Treptower Spreeufer gestern nachmittag.

Treptower Spreeufer, Photo: Gabriele Kantel, 21.03.2005

[Photo: Gabi]

Großstadtqualm statt Maiendüfte. / Frühling über Groß-Berlin / Süße, wohl bekannte Düfte / Stammen höchstens von Benzin. (Mascha Kaleko)

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Daily Link Icon Donnerstag, den 17. März 2005
Niegelungentreue

Machterhalt ist wichtiger als politischer Anstand: Bürgermeister von Neukölln bleibt im Amt (wir berichteten). Warum sich Sozialdemokraten dann noch über verkorkste Wahlergebnisse wundern, das wundert sonst niemanden mehr. [Berliner Morgenpost]

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Daily Link Icon Sonntag, den 13. März 2005
Wenn Dummheit weh täte...

Heinz Buschkowsky dann müßte der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) den ganzen Tag laut schreien. Nicht nur, daß er mit seinen verqueren Thesen zu Multikulti seit Wochen langweilt, nein, weil ihn wohl keiner mehr zuhören wollte, gab er dem intellektuellen Feigenblatt der Rechtsradikalen, der »Jungen Freiheit« (nein, kein Link!) ein Interview, wo er eine dankbare Plattform für Aussagen wie »Schönreden und Wegschauen ist die gescheiterte Integrationspolitik der letzten 25 Jahre. Bedauerlicherweise neigte man in den 80er Jahren, als die Stellen der Ausländerbeauftragten geschaffen wurden, dazu, sie bevorzugt mit Gutmenschen und sozialromantischen Träumern zu besetzen.« fand und sie noch einmal in die Welt »hinausplärren« konnte (Jan Thomsen in einem Kommentar in der Berliner Zeitung vom 12. März, Seite 23). Als das Ganze dann ruchbar wurde, gab er die lahmste Entschuldigung überhaupt: Er habe nicht gewußt, um was für ein Blatt es sich bei der »Jungen Freiheit« handle. Wie? Jeder, der sich in dieser Stadt nur minimal politisch betätigt, kennt die »Junge Freiheit« und deren Hintermänner. Also, entweder hat es Buschkowsky gewußt, dann hat er mit Rechtsradikalen paktiert und ist als Bürgermeister nicht mehr tragbar, oder er hat es nicht gewußt und damit gezeigt, daß er zu dumm ist, um weiter Bürgermeister eines so sensiblen Bezirks wie Neukölln zu sein. Auf jeden Fall sind die Rücktrittsforderungen, die jetzt von allen Seiten gestellt werden, berechtigt und Buschkowsky sollte dem schleunigst nachkommen: Er ist als Bürgermeister nicht mehr tragbar. Und nicht nur das: Mit seinem Verhalten hat er der Neuköllner und Berliner SPD schweren Schaden zugefügt und sie zum Gespött Berlins gemacht. Ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Ausschlusses aus der SPD ist daher dringend geboten. Ich hoffe, daß die Abteilung (für Wessis: das ist das, was außerhalb Berlins der Ortsverein ist), in der Buschkowsky Mitglied ist, den Mut und das Rückgrat dazu aufbringt. Sonst nur zur Erinnerung für nicht ganz Satzungsfeste: Jede Abteilung und jeder Ortsverein kann ein Parteiordnungsverfahren beantragen. Mir ist mit meinen über 30 Jahren SPD-Mitgliedschaft ja kaum noch etwas fremd, aber beim Paktieren mit Rechtsradikalen, da hört bei mir jedes Verständnis auf.

Posted by Jörg Kantel | Permalink | | | Heimat




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